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Welche Unterlagen verlangt ein Käufer?

Der leidige Papierkram.
Was Sie alles vorbereiten müssen, damit der Firmenverkauf überhaupt starten kann.
 

Was ein Käufer alles schwarz auf weiß sehen will. Ihre nächste Aufgabe besteht darin, alle notwendigen Unterlagen, die bei einem Verkauf benötigt werden, vorzubereiten.

Exakt an dieser Stelle spaltet sich das Lager der Firmeninhaber in drei Gruppen.

 

Gruppe 1: In der ersten Gruppe befinden sich die Unternehmer, die bemerken, dass jetzt Schluss mit lustig ist, da sie nun aufgefordert werden, sich aktiv an diesem Prozess zu beteiligen. Bisher sind ja nur ein paar Gespräche geführt worden – weiter nichts! Geht es aber um konkrete Anforderungen, kommen über 50 % der Unternehmer zu der Einsicht »Ich überlege mir das Ganze noch einmal.«

 

Gruppe 2: Zu dieser Gruppe gehören die Unternehmer, die zwar wollen, aber aufgrund von Unwissenheit überhaupt keine Vorstellung davon haben, welche Unterlagen benötigt werden. Der Anteil liegt hier nach meinen Erfahrungen bei ca. 45 %.

 

Gruppe 3: Und zu guter Letzt kommen wir zu der seltenen Spezies der Unternehmer (ca. 5 %), die auf Kommando alle Unterlagen griffbereit vorliegen haben.

Ein erfolgreicher Firmenverkauf hängt unter anderem davon ab, inwieweit alle relevanten Unterlagen einem Kaufinteressenten auf Verlangen kurzfristig – das heißt innerhalb einer Woche – vorgelegt werden können.

 

Sie als Firmeninhaber sollten eins berücksichtigen: Ein Käufer toleriert keine langen Wartezeiten, insbesondere dann nicht, wenn es um betriebsrelevante Unterlagen geht, sei es die Bilanz aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr, die im dritten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres immer noch nicht vorliegt, oder eine anonymisierte Gehaltsliste Ihrer Mitarbeiter.

 

Ein Käufer zieht seine eigenen Schlüsse aus einer mangelhaften Vorbereitung und das sieht z. B. so aus: »Wenn das jetzt schon nicht klappt, wie soll denn erst die Übergabe funktionieren?«

Tipp! Einen wichtigen Aspekt müssen Sie berücksichtigen: Ein Kaufinteressent verhandelt sehr oft mit 4 - 5 verschiedenen Unternehmen gleichzeitig!

 

Demzufolge kommt zu den Entscheidungspunkten Firmenwert und Risikoanalyse auch noch der Punkt Zeitmanagement hinzu. Nur wenn Sie alle Anforderungen erfüllen, haben Sie gute Aussichten, dass der Kaufinteressent auch bei der Stange bleibt.

 

Auflistung der Unterlagen, die vor der Einleitung des Verkaufsprozesses vorliegen sollten:

Kennzahlen und betriebsnotwendige Verträge:

• Bilanz der letzten drei Jahre

• aktuelle BWA (max. 2 Monate alt)

• bei Gesellschaften (z. B. GbR oder GmbH): Kopie des Gesellschaftervertrages

• bei Vermietung: Kopie des Mietvertrages

•Auflistung laufender und noch zu erwartender Rechtsstreitigkeiten

• Zeitwert des Anlagevermögens

• Auflistung des Fuhrparks (Alter, km-Leistung, Verkehrswert)

• Waren-/Lagerbestandsliste

• bei Immobilienverkauf: Wertgutachten

• Kopie von Service-, Lieferanten- und Leasingverträgen

 

Mitarbeiter:

• Organigramm

• Muster-Arbeitsvertrag

•Mitarbeiterliste (Position, Gehalt, Alter, Betriebszugehörigkeit)

Marketing:

• Belegexemplare von Fachzeitschriften

• Nennung der relevanten Fachmessen

• Muster von Anzeigen/Mailings

• Firmenprospekte, Produktbroschüren

• Zugriffzahlen Ihrer Internetseite

Mitbewerber:

• Liste der Mitbewerber, die größer sind als das eigene Unternehmen

• Liste der Mitbewerber in gleicher Umsatz-/Mitarbeiter-Klasse

Kunden:

• Liste aller Kunden

• Liste der Top-Kunden

• Umsatzentwicklung der Top-Kunden in den letzten 2 - 3 Jahren

• Liste der Kunden, die Sie in den letzten zwölf Monaten verloren haben.

• Liste der Neu-Kunden (der letzten zwölf Monate)

Die hier veröffentlichten Tipps und Informationen sind zum größten Teil Textauszüge aus dem Ratgeber: Wie Sie einen Käufer für Ihre Firma finden.

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