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​Zahlungsmodalitäten nach dem Firmenverkauf:
Traum und Albtraum des Verkäufers

Firmenverkauf und Zahlungsmodalitäten:
Vor- und Nachteile.
 

Der Wunschtraum eines jeden Unternehmers ist natürlich, dass er den Kaufpreis in einer Summe erhält.
Die Realität sieht aber manchmal ganz anders aus.

Der Wunschtraum eines jeden Unternehmers ist natürlich, dass er den Kaufpreis in einer Summe erhält. Das ist auch bei den meisten Unternehmensverkäufen der Fall. Aber, wie Sie sich schon denken können, gibt es natürlich auch Ausnahmen, die ich Ihnen hier im Einzelnen vorstellen möchte.

 

1. Alternative: Der Kaufpreis wird an festgelegte Umsatzzahlen gekoppelt.

Unter diese Überschrift fallen alle Unternehmen, denen es z. B. gelingt, ein glaubhaftes und innovatives Übernahmekonzept auf den Tisch zu legen.

 

Dieses Konzept muss dem Kaufinteressenten in Form eines Zukunftskonzeptes (Businessplan) vorgelegt werden. Entscheidend ist eine realistische Einschätzung, die durch Fakten wie z. B. durch eine Markt- oder Wettbewerbsanalyse untermauert wird.

 

Des Weiteren muss die Bereitschaft des Verkäufers vorhanden sein, dieses Konzept noch für einen bestimmten Zeitraum zu begleiten. Die Zahlungsmodalitäten sehen in vielen Fällen so aus, dass der Verkäufer einen Teilbetrag des Kaufpreises bei Vertragsunterzeichnung erhält und weitere Zahlungen an festgelegte zukünftige Umsatzzahlen gekoppelt werden.

 

Dies bedeutet konkret: Umsatzziel verfehlt – keine weitere Zahlung! Diese Variante wird auch gerne bei größeren »Deals« vorgenommen, insbesondere dann, wenn der Verkäufer Wachstumsprognosen vorhersagt, die in der Vergangenheit noch nicht erreicht worden sind. In dem Zusammenhang sei mir der Hinweis gestattet: Der Begriff Zukunftspotenzial wird mittlerweile inflationär missbraucht. In meiner Beratungstätigkeit höre ich diesen Begriff jeden Tag.

 

O-Ton eines Unternehmers: »Aus meinem Friseursalon kann ja der neue Besitzer ein innovatives Hair-Care-Center mit angeschlossener Wellnessoase machen! Da kann man viel Geld verdienen!« Auf meine Frage: »Und warum haben Sie das nicht gemacht?«, kam dann keine vernünftige Antwort.

Die hier veröffentlichten Tipps und Informationen sind zum größten Teil Textauszüge aus dem Ratgeber: Wie Sie einen Käufer für Ihre Firma finden.

 

2. Alternative: Verkauf auf Rentenbasis

Diese Variante ist eine Alternative, wenn eine Finanzierung aufgrund einer zu geringen Eigenkapitalquote von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist oder das Unternehmen keine großen Umsatz- und Gewinnsprünge in den nächsten Jahren verzeichnen wird, da die jetzigen Kapazitäten schon nahezu ausgereizt sind. Hierunter fallen z. B. viele kleine Handwerksbetriebe.

 

Der Verkäufer muss sich nur darüber im Klaren sein, dass er ein hohes Risiko eingeht. Sollte der Käufer die Firma an die Wand fahren, bleiben auch die vereinbarten Zahlungen aus.

 

3. Alternative: Verkauf des Inventars, Anlagevermögens und Warenlagers

In einigen Fällen ist es sinnvoller und wirtschaftlich interessanter, einen Ausverkauf (Inventar/Ware/Anlagevermögen) anstelle eines Firmenverkaufs in Betracht zu ziehen. Hier können teilweise bessere Ergebnisse erzielt werden. Und wenn Sie sich jetzt mit einem »auf mich trifft das zum Glück ja nicht zu« entspannt in Ihren Feierabend-Sessel zurücklehnen, kann ich Ihnen nur eines sagen: Bitte freuen Sie sich nicht zu früh!

 

In dem Kapitel Kaufpreisermittlung erfahren Sie, wie ein marktgerechter Kaufpreis ermittelt wird!

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